Wer glaubt, bei uns wird nur geschraubt und getauscht......der irrt!

Überbetriebliche Lehrwerkstatt auf Zukunftspfaden

Die Digitalisierung ist ein häufig gebrauchtes Wort, um zukünftige Entwicklungen in vielen Berufszweigen auf den Punkt zu bringen. Im Automobil hat das digitale Zeitalter natürlich auch längst Einzug gehalten – jetzt musste das Thema auch in den Lernfeldern zum Kfz-Mechatroniker integriert werden. Dass hierzu Geld in die Hand genommen werden muss, ist klar. Angenehm ist in diesem Zusammenhang jedoch, wenn von öffentlicher Seite ein derartiges Vorhaben mit grosszügigen finanziellen Mitteln unterstützt wird. Ende des Monats März wurde in der ÜBL der Kfz-Innung Düsseldorf das Konzept „Digital vernetzte Werkstatt“ fertiggestellt und steht ab sofort für die Unterrichtseinheiten der Auszubildenden zur Verfügung. Es sind insgesamt zwölf vollvernetzte Bildschirm- Diagnosearbeitsplätze in der ehemaligen Metallbearbeitungswerkstatt vorhanden, an denen die Azubis von dem zentral angeschlossenen nagelneuen Toyota Prius 4 jedes Steuersignal sichtbar machen können, dieses bearbeiten und dann wieder zurückspeichern können. Die „Blackbox-Auto“ wird damit für die Auszubildenden transparent, zumal die meisten Ausbildungsbetriebe nicht über derartige Möglichkeiten verfügen. Alle reden über Digitalisierung – wir arbeiten bereits intensiv mit diesem Thema. 

Neues Schulungsfahrzeug für die überbetriebliche Ausbildung

Die berufliche Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker findet neben Betrieb und Berufsschule mittlerweile 10 Wochen in der ÜBL der Innung Düsseldorf statt. Eine moderne Ausbildung bedingt auch moderne Fahrzeuge, deren Anschaffung erstmal kostspielig ist. Obermeister Hermann Görtz und Geschäftsführer Horst Jansen sind deshalb besonders über die aktuelle Spende eines nagelneuen Hyundai i10 erfreut, den sie aus den Händen des Inhabers Achim Muntz vom Hyundai Autohaus 4-Rad GmbH von der Düsseldorfer Automeile zu Schulungszwecken in Empfang nehmen durften. Herr Muntz hatte sich persönlich beim Importeur Hyundai für die Bereitstellung dieses Fahrzeugs eingesetzt. Die Innung dankt an dieser Stelle Herrn Achim Muntz für dieses besondere Engagement in der Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker. Beeindruckend war für die Vertreter der Innung die gleichzeitige Präsentation des ersten wasserstoffbetriebenen Fahrzeugs mit Brennstoffzellentechnologie der Marke Hyundai. Eindrucksvoll führte Herr Muntz den mit der beruflichen Ausbildung Betrauten die Alltagstauglichkeit dieses Serienfahrzeugs vor. Wörtlich meinte er: Diese Technologie wird rasant mit dem Ausbau des Wasserstofftankstellennetzes wachsen und das leidige Thema der Reichweitendiskussion beim elektrisch betriebenen Fahrzeug beenden.    

Ein Brennstoffzellenfahrzeug bereichert aktuell schon die Fahrzeugpalette der alternativen Antriebe. Das Modell Hyundai iX 35 fuel cell wird jetzt schon zum Verkauf angeboten. Von wegen, in der Kfz-Branche bewege sich nichts - sagen Obermeister Hermann Görtz und Geschäftsführer Achim Muntz unisono zu dieser Entwicklung neuer Antriebstechnologien.